Eindrucksvoller Vortrag über Syrien und die Kultur – Realschüler erfahren Interessantes über das Land

Denzlingen (mbo). Seit Herbst 2015 werden in Sexau und auch in den umliegenden Gemeinden junge Geflüchtete in einem Helferkreis, der auch mit anderen Helferkreisen des Landkreises zusammenarbeitet, betreut. Durch die Kontakte zur Realschule ist es nun kurz vor den Osterferien gelungen, zwei junge Syrier, Louay Hindi und Khaled Alsaleh, die schon in mehreren Gemeinden einen Vortrag zu ihrem Land hielten, auch ins Bildungszentrum zu bekommen.

In diesem bewegenden Vortrag erfuhren die 10. Klässler viel interessantes über das Land, die Flucht, die Hoffnungen und das neue Leben in Deutschland. Eigentlich wollten die beiden Vortragenden zusammen mit anderen Flüchtlingen auch einen traditionsreichen Folkloretanz aus ihrem Land vorführen. Aufgrund der aktuellen Lage in diesem Krisengebiet verzichteten die jungen Flüchtlinge jedoch darauf.

 

Neben der Geschichte Syriens, die größten Städte, Landschaften und der Bevölkerungsstruktur standen auch die religiösen Themen im Fokus. Damaskus, die Hauptstadt von Syrien hat eine 5000-jährige Geschichte und gilt als die Wiege der Zivilisation, hörten die Realschüler. Während gerade für Damaskus Spuren der damaligen Kunst, Architektur und dem gesellschaftlichen Leben bedeutend sind, verbinde man heute mit Syrien eher Begriffe wie Massaker und Krieg. Dieser hinterlässt nicht nur an den historischen Bauwerken sondern auch bei der Bevölkerung Spuren. Unterstützt wurden die Ausführungen durch sehr interessantes Bild- und Tonmaterial.

Noch interessanter und merklich stiller wurde es beim Publikum als die jungen Flüchtlinge auf ihre Flucht eingingen. „Wir sind nicht aus Armut geflohen, sondern weil wir vor allem nach dem Eingreifen der IS im Jahre 2013 die Hoffnung auf ein Ende des Krieges verloren. 2015 haben viele verstanden, dass es zu einer „baldigen Lösung nicht kommt“.

Absage an Gewalt

Zum Schluss berichteten die Flüchtlinge, dass sie gerne wieder zurück in ihr Land gehen würden. „Wir wollten an den Grausamkeiten nicht beteiligt sein, wir verabschieden Krieg, Unterdrückung und Hass.“ Gleichzeitig, so vermitteln die Redner glaubwürdig, „wollen wir etwas zurückgeben dafür, dass wir so willkommen geheißen wurden.“ Beeindruckte Realschüler bedanken sich mit einem langen intensivem Applaus für die sehr bewegenden und beeindruckenden Worte bevor sie in die Osterferien gehen.