Zeitzeugenbesuch am 16.11.2017

Am Donnerstag, dem 16.11.2017, bekamen wir, die 10. Klassen, eine Chance, Geschichte ganz neu zu erleben. Uns besuchten 2 Zeitzeuginnen des 2. Weltkrieges. Begleitet wurden diese von ehrenamtlichen Helfern des Maximilian-Kolbe-Werkes,  die dieses Gespräch überhaupt ermöglichten. Die Vorträge waren sehr interessant. Frau Krystyna Budnicka erzählt den Klassen 10B und 10C von ihrer Flucht aus einem Warschauer Ghetto und dem Leben in diesem. Die Schüler aus der 10A und 10D durften von Frau Alodia Witaszeck erfahren, wie es für sie war, als ihr Vater, welcher ein angesehener Arzt und Wissenschaftler war, erst umgebracht wurde, da er sich dem Widerstand anschloss und sie als 5-jährige kurze Zeit später in ein Kinder-KZ kam.  Dieses konnte sie jedoch bald wieder verlassen, da sie als „arisches Kind“ galt und nach einer „Germanisierung“ von einer deutschen Familie als „Geschenk des Führers“ adoptiert wurde. Die gebürtige Polin kam nach dem Krieg zu ihrer leiblichen Familie zurück.  Denn ihre leibliche Mutter gab die Hoffnung, alle ihre Kinder wieder in die Arme schließen zu können, nie auf und fing an, ihre Kinder zu suchen, nachdem sie einen Todesmarsch und zwei Konzentrationslager überlebt hatte. Mithilfe eines polnischen Anwaltes fand sie ihre Tochter wieder. Alodias leibliche Mutter und ihre deutsche „Mutti“ hielten noch lange Kontakt und wurden Freundinnen.

Nachdem der Vortrag beendet war, durften wir Fragen stellen. Dieser Vormittag war für uns all eine überwältigende, besondere Erfahrung.

Katja-Maria Birkle, 10D

Alodia Witaszeck mit Schülern der Klassen 10a und 10d
Krystyna Budnicka mit Schülern der Klassen 10b und 10c